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Vortrag "Depressionen im Alter"

Bündnis für Depression  Foto Kultur123_klein

Am 22. März luden die vhs Rüsselsheim gemeinsam mit dem Bündnis gegen Depression im Kreis Groß-Gerau und der Leitstelle Älterwerden des Magistrats der Stadt Rüsselsheim am Main zur Veranstaltung „Depression im Alter - ist der Zug abgefahren?“ ins Landrat-Harth-Heim.

Dr. Dr. Harald Schenk vom Vitos Philippshospital in Riedstadt klärte in seinem Vortrag über Symptome, Ursachen und Auslöser von Depressionen auf. Zudem sprach er über mögliche Therapieformen und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten. Er berichtete, dass über sechs Prozent der 18 bis 65-jährigen an einer behandlungsbedürftigen Depression leiden und lediglich elf Prozent von einhundert Betroffenen in eine adäquate Therapie einmünden. Es gebe nach wie vor doppelt so viele Suizide wie Verkehrstote. Information und Aufklärung seien nach wie vor die wichtigsten Themen, so Schenk, denn Depressionen sind eine heilbare Krankheit, die vielfältige Ursachen haben kann.

Silke Rehfeld-Eichinger, Dipl. Sozialpädagogin, erklärte die Möglichkeiten für das Umfeld von Betroffenen. Weder Tabuisierung und Verharmlosung, noch Forderungen oder völlige Passivität können Depressiven helfen. Mit einer positiven Haltung, welche signalisiert, dass Heilung in Sicht sei, könne man entlasten und Zuversicht schaffen. Bewegung sei zudem ebenso sehr förderlich. Bei allem Unterstützungsangebot sollen Angehörige jedoch auch auf sich selbst achten.

Christine Kohl aus der klinischen Sozialarbeit nannte erste Anlaufstellen, wie das Haus der Senioren in Rüsselsheim, die Beratungsstellen der Caritas oder eben das Bündnis gegen Depression. Wer sich für eine Behandlung entscheidet, der wird zunächst beim Hausarzt untersucht und eventuell an einen Facharzt verwiesen. Neben Psychotherapeut*innen bieten sich auch Ambulanzen und Tageskliniken an - je nach Schwere und auch Ursache der Depression.

Das Bündnis gegen Depression im Kreis Groß-Gerau klärt auf, informiert, sensibilisiert und fördert das frühe Erkennen von Depressionen bereits seit 2004. Das Groß-Gerauer Bündnis ist eines von über 80 Bündnissen deutschlandweit.

Auf der Homepage http://www.bgd-gg.de finden Sie aktuelle Veranstaltungen, Informationen zu Selbsthilfegruppen und zu weiteren Tätigkeiten des Vereins.